Aktuelles

„Blick über den Zaun“ – die ehrenamtlichen Helfer vom Verein „Willkommen in Barth“

Für Vieles fehlt leider immer wieder die Zeit, so auch dafür, sich mit Gleichgesinnten zu treffen und auszutauschen. So kann es passieren, dass wir nach all den Jahren noch keine offizielle und aktive Vernetzung mit manchen anderen Akteuren der ehrenamtlichen Integrationshilfe in unserer Region aufbauen konnten. So zum Beispiel zu dem Verein Willkommen in Barth e.V. , zu dem einige von uns sicherlich schon  persönliche Kontakte geknüpft haben, wir als Vereine sind aber noch nicht zusammen gekommen. Dies ist nun durch einen Hilferuf aus Hannover, der zunächst uns in Stralsund erreichte,  ganz praktisch notwendig geworden und es hat sich wieder einmal gezeigt, wie toll alle in der Region zusammen an einem Strang ziehen, wenn es darum geht, die Integration für möglichst viele neue Mitbürger zu einem Erfolg zu machen.

In diesem Zusammenhang wollen wir an dieser Stelle einmal auf die sehr informative Website von Willkommen in Barth e.V. aufmerksam machen. Alle, die in diesem Amtsbereich nach Möglichkeiten suchen sich zu engagieren, finden an auf http://www.willkommen-in-barth.de eine super Anlaufstelle.

Einen ganz besonderen Dank schicken wir an dieser Stelle Karin Böttger für ihre unglaublich schnelle und umfassende Hilfe im „hannoverschen Notfall“! So etwas tut einfach der Seele gut 🙂

Erstorientierungskurs für Asylbewerber und Geduldete

Thomas Littwin vom Verband sozialer Projekte (VSP) informierte am 9.4.2018 in einer Rundmail darüber, dass das BAMF seit einiger Zeit sog. Erstorientierungskurse für Geflüchtete im Asylverfahren/in Gestattung oder bei unmöglicher Abschiebung/in Duldung fördert.
Ein Auszug aus dieser Rundmail:

„Der Träger Agentur der Wirtschaft, in Kooperation mit dem Flüchtlingsrat MV e.V. und VSP gGmbH sind beauftragt, landesweit diese Erstorientierungskurse an bestimmten Standorten durchzuführen. Diese Kurse sind nicht in erster Linie Sprachkurse, sondern sollen die TeilnehmerInnen dabei unterstützen, sich in Deutschland zurechtzufinden. Natürlich ist dazu Sprache nötig. Diese kann aber ein höchst unterschiedliches Ausgangsniveau haben, wenn es um Menschen geht, die erst wenige Monate in Deutschland sind und solche, die nach langen Verfahren in einer Duldung gelandet sind. Falls Sie also jemandem begegnen, der/die keinen Zugang zu I-Kursen hat, schicken Sie ihn/sie gerne weiter zu uns – egal welchen Sprachstand die Person hat. Der Kurs arbeitet sehr viel mit Exkursionen, praktischen Orientierungsaufgaben usw., legt Wert auf das Sprechen und vermittelt weniger Theorie und Grammatik. Die Lehrkräfte sind professionelle DAZ-Lehrer*innen, die nicht nur BAMF-zertifiziert sind, sie haben auch Binnendifferenzierung gelernt.

Beide Zielgruppen, Gestattete und Geduldete, haben in der Regel keinen Zugang zu I-Kursen oder zu weiterführenden Kursen. Es sei denn, sie zahlen und es gibt einen Platz. Die Folge ist die, dass Gestattete und Geduldete keine Sprachkurse machen können. Und das ist der Grund, warum die o.g. Träger landesweit solche EOK anbieten und gerne für die Nutzung dieses Angebotes werben.

Für den eigentlich am 23.04. 2018 bei der Agentur der Wirtschaft, Heinrich-Mann-Straße 11 , 18435 Stralsund startenden Kurs gibt es noch zu wenig Teilnehmer*innen.

Wir bitten Sie hiermit mit o.g. Flyer in Ihrem Netzwerk zu werben und Telinehmer*innen oder auch Interessent*innen an die im Flyer genannte Kontaktperson Frau A. Frins zu vermitteln. Alle relevanten Informationen zum Kurs finden Sie im Flyer.

Sie helfen uns, die Chance auf Erstorientierung für möglichst viele TN zu verwirklichen!“

Flyer EOK Stralsund – 02

Vorurteile sind dazu da, abgebaut zu werden…

…ein tolles Kurzfilmprojekt aus Lüneburg zeigt, wie es gehen kann.

Wir, die Flüchtlingshilfe Stralsund, bekamen vor ein paar Tagen eine Email von Markus Ibrom, mit der Bitte diesen Kurzfilm zu teilen und dabei mit zu helfen, ihn einer breiteren Öffentlichkeit zur Kenntnis zu bringen. Markus Ibrom schrieb uns dazu:

„Der Film ist ein Gemeinschaftsprojekt des Café International Lüneburg, das wiederum ein Soziales Projekt der Gemeinde St. Marien hier in Lüneburg ist. Mir wurde diese Geschichte vor über 10 Jahren erzählt. Ich arbeite für eine TV-Serie in Lüneburg und hatte schon lange Lust mal einen eigenen Film zu drehen. Also bin ich mit dieser Idee an das Café International herangetreten und wir haben uns an die Planung gemacht. Ich habe mir aus Profis unseres Filmteams ein eigenes Team zusammengesucht und den Film dementsprechend auch selbst produziert. Adel Sultan, der männliche Hauptdarsteller ist einer der Flüchtlinge, die ich beim Café International kennengelernt habe. Die Komparsen und ein Teil der kulinarischen Versorgung kamen ebenfalls vom Café International. Gedreht haben wir den Film dann mit Unterstützung der Studio Hamburg Serienwerft. Alle Teilnehmer können Sie dem Abspann des Films entnehmen.“

Wir fanden das mehr als unterstützenswert und möchten alle bitten, ihn auch zu teilen und darüber zu sprechen. Schaden tut es sicher nicht, aber vielleicht öffnet es das ein oder andere menschliche Auge und damit wäre schon unheimlich viel erreicht.

Mit einem herzlichen Dank an das Tagessuppen-Filmteam aus Lüneburg von den „Kollegen im Geiste“ aus Stralsund. Viel Spaß beim gucken…

Geschichte(n) über die neue Heimat – ein Stadtrundgang hilft Fremdes besser zu verstehen

Am vergangenen Freitag war nicht nur wieder unser „ganz normales“ Begegnungscafé im Speicher am Katharinenberg, dieses Mal konnten alle Besucher ab 16.30 Uhr die Gelegenheit nutzen, an einer ganz speziellen Stadtführung teilzunehmen. Die Integrationsbeauftragte der Stadt, Frau Anja Schmuck, hatte eingeladen und 15 Alt- und Neubürger nahmen das Angebot am 23.3.2018 sehr gerne an.

Es ging über den Neuen Markt, das Katharinenkloster (mit den beiden Museen) bis zum Dielenhaus, wo das Stadt-Modell besonders den Neu-Bürgern einen guten Eindruck von der gesamten Stadtanlage vermitteln konnte. Das Rathaus wurde ebenso mit seiner Geschichte vorgestellt, wie das Joanniskloster. An dessen Beispiel die Idee des Klosters nach christlichem Vorbild überhaupt erst einmal erklärt werden musste. Insbesondere die Tatsache, dass auch die Christen an dieser Stelle eine strenge Geschlechtertrennung pflegen, war wohl eine besonders interessante Erkenntnis für einige der muslimischen Gäste. Aber auch das Stadt-Archiv wurde vorgestellt und in der Heilgeiststrasse schließlich auch die kulinarische Integration mit freundlicher Unterstützung der Fischhandlung und Räucherei Rasmus befördert. Zumindest schien der Bismarckhering, nach anfänglicher Überraschung, den meisten so gut zu schmecken, dass der Teller mit den Probierhappen ruck-zuck leer war.

Als sprachliche Übung war der Rundgang sicherlich eine besondere Herausforderung aber auch gute Gelegenheit. Da wo es für einige noch zu schwierig war, halfen die Fortgeschrittenen beim Übersetzen aus. Also ein rundherum gelungener Nachmittag, der weitere Unternehmungen in ähnlicher Weise sicher folgen lassen wird.

Ein Herz für Kinder: ehrenamtliche Helfer für unsere Kinderbetreuung gesucht

Seit Bestehen unseres Sprachkurses in der Gemeinschaftsunterkunft im Vilmer Weg organisieren wir dort zeitgleich eine Kinderbetreuung, um den Eltern den Besuch des Sprachkurses zu erleichtern. Natürlich ist die Kinderbetreuung auch für alle anderen Kinder offen!

Von Anfang an haben die Kinder dieses Angebot mit großer Begeisterung angenommen und zurzeit gibt es auch noch ein zusätzliches Highlight: wir haben tolle Unterstützung aus dem STiC-er Theater erhalten!

Aber wir suchen auch aktuell noch weitere ehrenamtliche Helfer, also meldet euch gerne unter info@agfluechtlingshilfe.org

Kleiner Bericht vom letzten Begegnungscafé

„Wau, was für ein BC das (dieses Mal) war…

…Susanne Tessendorf hat uns das Bleicheneck überlassen und eine
Servicehilfe (Anna) zur Seite gestellt. Was für ein Komfort!
Viele Neue diesmal. Reinhard vom ADFC hat mit
uns die Radtour am 07.04.18 besprochen. Walter vom ADFC hält
nächstes Mal einen Vortrag über Radfahren in Deutschland ganz allgemein
und Stralsund im Speziellen mit vielen Tipps.
Mahmoud Almhamed hat gekocht. Endlich mal wieder. Barbara
hat Werbung für den Tag der Vielfalt am 14.04.18 gemacht.
Und Überraschung: Delia hat beim Vorbeischauen im Traditionsverein im
Nebengebäude (Kalil, afghanischer Schneider ist dort Dank Delia
untergekommen und lässt ehrenamtlich die Nähmaschine surren) eine
Mitarbeiterin der Ausländerbehörde getroffen und gleich mit ins BC
gebracht“

Danke an Katrin, für diesen kurzen Bericht zum vergangenen
Begegnungscafé. Das nächste ist dann wieder in zwei Wochen, also am 9.
März ab 15 Uhr im Speicher am Katharinenberg und alle die Lust auf
Dialog und ein geselliges Miteinander über kulturelle Grenzen hinweg
haben sind herzlich eingeladen.

 

Alte Fahrräder gesucht…

Unsere Fahrradwerkstatt ist dringend auf weitere Fahrrad-Spenden angewiesen. Wer zu Hause noch einen alten und halbwegs fahr-tüchtigen Drahtesel stehen hat, kann sich gerne bei uns melden (info@agfluechtlingshilfe.org). Wir holen ihn dann nach Absprache ab.

Um den Flüchtlingen die dringend erforderliche Mobilität zu ermöglichen, die sie brauchen um die vielen Aufgaben und Ämtergänge des Alltags zu bewältigen, betreiben wir mit einfachsten Mitteln jeden Donnerstag zwischen 15 und 18 Uhr in der Gemeinschaftunterkunft im Vilmer Weg auf dem Dänholm eine kleine Fahrradwerkstatt.