Ein Bericht zur 10. Ehrenamtsmesse im Stralsunder Rathaus am 1.April 2017

Warum Ehrenamt? Warum zusätzlich zu den alltäglichen Verpflichtungen eine weitere Aufgabe annehmen? Und dass in Zeiten, in denen man nie genug Zeit zu haben scheint?

Inwiefern sich diese Fragen alle anderen Standbetreuer auf der Ehrenamtsmesse gestellt haben, vermag ich nicht zu sagen. Allein die Vielfalt all derer, die sich an diesem sonnigen Samstag in den Kellergewölben des Stralsunder Rathauses eingefunden hatten oder aber auf dem Alten Markt präsent waren, mag einen kleinen Eindruck davon vermitteln, dass es scheinbar viele Menschen gibt, die oben genannte Fragen dergestalt zu beantworten wissen, dass es gute Gründe dafür gibt, ein Ehrenamt auszufüllen.

Zum erstem Mal konnte sich nun auch der Verein „AG Flüchtlingshilfe Stralsund e.V.“ in diesem offiziellen Rahmen präsentieren. Gut sichtbar in strahlendem Gelb als Hingucker waren wir (Barbara Carp, Dana Iller und Annika Brym) rege im Gespräch mit politischen Vertretern des Landkreises und des Bundeslandes, Hauptamtlichen aus verschiedensten Bereichen (u.a. THW, AWO, Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement in Mecklenburg-Vorpommern) und interessierten Bürgern, von denen einige auch gezielt nach Beteiligungsmöglichkeiten fragten.

Als gegen 16:00 Uhr die Tore langsam schlossen, konnten wir zufrieden auf sehr anregende sechs Stunden zurück blicken und werden nun im Verein die neuen Kontakte prüfen, pflegen und uns weiter engagieren; vielleicht sogar mit neu gewonnenen Mitstreitern.

Also warum Ehrenamt? Weil selbst aktiv zu werden möglicherweise dabei hilft, weniger hilflos angesichts der ständig präsenten Krisen zu sein und ein Stück weit im direkten Umfeld etwas bewirken kann.

Warum zusätzlich zu den alltäglichen Verpflichtungen eine weitere Aufgabe annehmen?

Weil in der richtigen Dosis darüber wieder neue Energie entstehen kann, die dem Alltag neue Schubkraft gibt.

Und das in Zeiten, in denen man nie genug Zeit zu haben scheint?

Indem man selbst prüft, wie viel Zeit vielleicht auch für Dinge verbraucht wird, die weniger befriedigend sind.

Und eins ist dabei noch wichtig: Wie viel Zeit man ehrenamtlich aufbringt, darf jeder ganz für sich entscheiden. Die Zeit in der Gemeinschaft ist auf jeden Fall wertvoll.

Annika Brym

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