Aktuelles

Vorurteile sind dazu da, abgebaut zu werden…

…ein tolles Kurzfilmprojekt aus Lüneburg zeigt, wie es gehen kann.

Wir, die Flüchtlingshilfe Stralsund, bekamen vor ein paar Tagen eine Email von Markus Ibrom, mit der Bitte diesen Kurzfilm zu teilen und dabei mit zu helfen, ihn einer breiteren Öffentlichkeit zur Kenntnis zu bringen. Markus Ibrom schrieb uns dazu:

„Der Film ist ein Gemeinschaftsprojekt des Café International Lüneburg, das wiederum ein Soziales Projekt der Gemeinde St. Marien hier in Lüneburg ist. Mir wurde diese Geschichte vor über 10 Jahren erzählt. Ich arbeite für eine TV-Serie in Lüneburg und hatte schon lange Lust mal einen eigenen Film zu drehen. Also bin ich mit dieser Idee an das Café International herangetreten und wir haben uns an die Planung gemacht. Ich habe mir aus Profis unseres Filmteams ein eigenes Team zusammengesucht und den Film dementsprechend auch selbst produziert. Adel Sultan, der männliche Hauptdarsteller ist einer der Flüchtlinge, die ich beim Café International kennengelernt habe. Die Komparsen und ein Teil der kulinarischen Versorgung kamen ebenfalls vom Café International. Gedreht haben wir den Film dann mit Unterstützung der Studio Hamburg Serienwerft. Alle Teilnehmer können Sie dem Abspann des Films entnehmen.“

Wir fanden das mehr als unterstützenswert und möchten alle bitten, ihn auch zu teilen und darüber zu sprechen. Schaden tut es sicher nicht, aber vielleicht öffnet es das ein oder andere menschliche Auge und damit wäre schon unheimlich viel erreicht.

Mit einem herzlichen Dank an das Tagessuppen-Filmteam aus Lüneburg von den „Kollegen im Geiste“ aus Stralsund. Viel Spaß beim gucken…

Geschichte(n) über die neue Heimat – ein Stadtrundgang hilft Fremdes besser zu verstehen

Am vergangenen Freitag war nicht nur wieder unser „ganz normales“ Begegnungscafé im Speicher am Katharinenberg, dieses Mal konnten alle Besucher ab 16.30 Uhr die Gelegenheit nutzen, an einer ganz speziellen Stadtführung teilzunehmen. Die Integrationsbeauftragte der Stadt, Frau Anja Schmuck, hatte eingeladen und 15 Alt- und Neubürger nahmen das Angebot am 23.3.2018 sehr gerne an.

Es ging über den Neuen Markt, das Katharinenkloster (mit den beiden Museen) bis zum Dielenhaus, wo das Stadt-Modell besonders den Neu-Bürgern einen guten Eindruck von der gesamten Stadtanlage vermitteln konnte. Das Rathaus wurde ebenso mit seiner Geschichte vorgestellt, wie das Joanniskloster. An dessen Beispiel die Idee des Klosters nach christlichem Vorbild überhaupt erst einmal erklärt werden musste. Insbesondere die Tatsache, dass auch die Christen an dieser Stelle eine strenge Geschlechtertrennung pflegen, war wohl eine besonders interessante Erkenntnis für einige der muslimischen Gäste. Aber auch das Stadt-Archiv wurde vorgestellt und in der Heilgeiststrasse schließlich auch die kulinarische Integration mit freundlicher Unterstützung der Fischhandlung und Räucherei Rasmus befördert. Zumindest schien der Bismarckhering, nach anfänglicher Überraschung, den meisten so gut zu schmecken, dass der Teller mit den Probierhappen ruck-zuck leer war.

Als sprachliche Übung war der Rundgang sicherlich eine besondere Herausforderung aber auch gute Gelegenheit. Da wo es für einige noch zu schwierig war, halfen die Fortgeschrittenen beim Übersetzen aus. Also ein rundherum gelungener Nachmittag, der weitere Unternehmungen in ähnlicher Weise sicher folgen lassen wird.

Ein Herz für Kinder: ehrenamtliche Helfer für unsere Kinderbetreuung gesucht

Seit Bestehen unseres Sprachkurses in der Gemeinschaftsunterkunft im Vilmer Weg organisieren wir dort zeitgleich eine Kinderbetreuung, um den Eltern den Besuch des Sprachkurses zu erleichtern. Natürlich ist die Kinderbetreuung auch für alle anderen Kinder offen!

Von Anfang an haben die Kinder dieses Angebot mit großer Begeisterung angenommen und zurzeit gibt es auch noch ein zusätzliches Highlight: wir haben tolle Unterstützung aus dem STiC-er Theater erhalten!

Aber wir suchen auch aktuell noch weitere ehrenamtliche Helfer, also meldet euch gerne unter info@agfluechtlingshilfe.org

Kleiner Bericht vom letzten Begegnungscafé

„Wau, was für ein BC das (dieses Mal) war…

…Susanne Tessendorf hat uns das Bleicheneck überlassen und eine
Servicehilfe (Anna) zur Seite gestellt. Was für ein Komfort!
Viele Neue diesmal. Reinhard vom ADFC hat mit
uns die Radtour am 07.04.18 besprochen. Walter vom ADFC hält
nächstes Mal einen Vortrag über Radfahren in Deutschland ganz allgemein
und Stralsund im Speziellen mit vielen Tipps.
Mahmoud Almhamed hat gekocht. Endlich mal wieder. Barbara
hat Werbung für den Tag der Vielfalt am 14.04.18 gemacht.
Und Überraschung: Delia hat beim Vorbeischauen im Traditionsverein im
Nebengebäude (Kalil, afghanischer Schneider ist dort Dank Delia
untergekommen und lässt ehrenamtlich die Nähmaschine surren) eine
Mitarbeiterin der Ausländerbehörde getroffen und gleich mit ins BC
gebracht“

Danke an Katrin, für diesen kurzen Bericht zum vergangenen
Begegnungscafé. Das nächste ist dann wieder in zwei Wochen, also am 9.
März ab 15 Uhr im Speicher am Katharinenberg und alle die Lust auf
Dialog und ein geselliges Miteinander über kulturelle Grenzen hinweg
haben sind herzlich eingeladen.

 

Alte Fahrräder gesucht…

Unsere Fahrradwerkstatt ist dringend auf weitere Fahrrad-Spenden angewiesen. Wer zu Hause noch einen alten und halbwegs fahr-tüchtigen Drahtesel stehen hat, kann sich gerne bei uns melden (info@agfluechtlingshilfe.org). Wir holen ihn dann nach Absprache ab.

Um den Flüchtlingen die dringend erforderliche Mobilität zu ermöglichen, die sie brauchen um die vielen Aufgaben und Ämtergänge des Alltags zu bewältigen, betreiben wir mit einfachsten Mitteln jeden Donnerstag zwischen 15 und 18 Uhr in der Gemeinschaftunterkunft im Vilmer Weg auf dem Dänholm eine kleine Fahrradwerkstatt.

NDR würdigt tolle Arbeit im Jugendtreff…

…wir freuen uns, dass die wirklich herausragende Arbeit von Thomas Gürgen und der Auferstehungsgemeinde in Grünhufe in diesem NDR-Beitrag nicht nur öffentlich gemacht wird, sondern die schon seit über einem Jahr akute personelle Unterversorgung in diesem wichtige Bereich deutlich gemacht wird.

Neue (und alte) Studien und Statistiken zeigen auf, wie wichtig diese Art der Sozialarbeit und Sozialraumbetreuung für eine gute Integration und für die Prävention von Jugendkriminalität ist. Bleibt zu hoffen, dass sich die Verantwortlichen ein Herz fassen und endlich Stellen schaffen, mit denen langfristig und kompetent dieser Bereich sozialer Arbeit gewährleistet werden kann. Insbesondere auch, weil das für die besorgten Nachbarn in Grünhufe ein erkennbares Signal wäre, dass sich gekümmert wird und sie mit diesen neuen Herausforderungen in ihrem Viertel nicht allein gelassen werden.

2018 wird zeigen, ob es bei Appellen und Wünschen bleibt oder ob der Realität ins Gesicht geschaut wird.

NDR-Beitrag zum Jugendtreff Stralsund